Erst die Vorarbeit, dann das Vergnügen.

Erfolgreiche Chondro-Pflege ist kein Hexenwerk. Vorausgesetzt, man ist ordentlich vorbereitet und erwirbt stabile Nachzuchten. Von so genannten Farmzuchten (meist Wildfänge) sollten Anfänger unbedingt die Finger lassen, da kleinste Haltungsfehler schnell mit Krankheiten quittiert werden. Und der daraus resultierende Behandlungsstress gibt den Tieren oftmals den Rest. Wenn man allerdings einige Grundregeln befolgt und die Parameter stimmen, steht der Grünen Leidenschaft selbst für Schlangenanfänger nichts im Wege. Weil es viele gute Fachbücher rund um die Haltung von Morelia viridis gibt, gehe ich an dieser Stelle nur auf die wichtigsten Punkte ein:  

 

 

Unterbringung

Meine Tiere halte ich einzeln in Terrarien und Racks von www.lanzo-herp.de aus speziellem PVC. Dieses Material ist absolut wasserdicht, einfach zu reinigen und isoliert um Welten besser als Glas oder OSB. Als Liegeäste kommen leicht angeraute Kunststoffrohre in verschiedenen Stärken und Temperaturzonen zum Einsatz. 

 

 

 

Beheizung

Für ein ideales horizontales und vertikales Temperaturgefälle von tagsüber 31-27 und nachts 26-23 Grad sorgen Heatpanels von www.lanzo-herp.de. Es gibt definitiv keine bessere Beheizungsmethode für die artgerechte Baumpythonhaltung. Der Temperaturfühler des Thermostaten hängt jeweils auf Höhe des obersten Liegeastes.

 

 

Beleuchtung

Je nach Jahreszeit werden die Chondro-Terrarien täglich 10-14 Stunden mit feuchtraumgeeigneten T5-Röhren beleuchtet. Dazu reicht eine 8-Watt-Lampe pro Becken locker aus. 

 

 

Luftfeuchtigkeit

Nach dem Sprühen mit heißem Leitungswasser beträgt die relative Luftfeuchte an die 100%. Um Staunässe zu vermeiden, muss die komplette Einrichtung einmal täglich abtrocknen und die Luftfeuchtigkeit kontinuierlich auf ca. 50-60% absinken. Dass auch die Tiere ausgiebig eingesprüht werden, versteht sich von selbst.

 

 

Zirkulation

Die Lüftungsflächen meiner Terrarien sind so bemessen, dass die Scheiben ca. sechs Stunden nach dem Sprühen vollständig aufklaren und somit eine perfekte Zirkulation gewährleistet ist.

 

 

Fütterung

Neonaten werden alle vier Tage mit einer Babymaus und später einmal pro Woche mit einer leicht behaarten Maus gefüttert. Ab dem Alter von ca. drei Monaten stelle ich auf Babyratten um. Juvenile und adulte Chondros bekommen alle zwei bis vier Wochen eine mittlere bis große Ratte. Vitaminzugaben sind bei Fütterung mit frisch eingefrorenen Nagern nicht notwendig. Bei Kotsammlern sollte man nach der dritten Fütterung warten, bis abgesetzt wird.